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  • AutorenbildSebastian Wurm

Das musst Du unbedingt wissen, bevor Du in den MSCI World ETF investierst!

Der MSCI World Index ist zweifellos einer der bekanntesten und am häufigsten genutzten Indizes, wenn es um globale Aktienmärkte geht. Als Anleger, der in diesen Index investiert, stehen jedoch immer wieder Fragen im Raum, insbesondere wenn es um das USA-Übergewicht im ETF geht. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit diesem Thema auseinandersetzen und versuchen, einen differenzierten Blick auf die Sachlage zu werfen.

Ein junges Mädchen, dass den Zeigefinger auf eine Stelle auf einem Globus legt


Das USA-Übergewicht im MSCI World ETF: Ein oft diskutiertes Thema


Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob die USA-Gewichtung im MSCI World ETF nicht zu hoch ist. Kritiker betonen, dass der Anteil amerikanischer Unternehmen im ETF, bedingt durch Schwergewichte wie Apple, Microsoft und Amazon, mit etwa 66 % deutlich überwiegt. Diese Bedenken sind nicht unbegründet, denn eine so hohe Konzentration auf eine Region birgt gewisse Risiken.



Die Bedeutung der geografischen Lage der Unternehmenssitze


Ein Blick auf die geografische Lage der Unternehmenssitze, der oft als Grundlage für die Kritik dient, scheint auf den ersten Blick plausibel. Schließlich sitzen unter anderem viele der globalen Tech-Riesen in den USA, was den hohen USA-Anteil erklärt. Doch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Ist die geografische Lage wirklich das entscheidende Kriterium?


Die wahre Relevanz: Umsätze der Unternehmen


Statt nur auf die geografische Lage der Unternehmenssitze zu schauen, sollten wir uns fragen, wo diese Unternehmen eigentlich ihre Umsätze generieren. Dieser Aspekt ist weitaus relevanter, denn er gibt Aufschluss darüber, wie global agierend diese Unternehmen wirklich sind. Um dies zu verdeutlichen, werfen wir einen Blick auf die Umsatzverteilung der zehn größten Positionen im MSCI World Index:

  • Apple: 37,5 % Umsatz in der USA

  • Microsoft: 50,4 % Umsatz in der USA

  • Amazon: 61,5 % Umsatz in der USA

  • Nvidia: 30,7 % Umsatz in der USA

  • Alphabet: 47,7 % Umsatz in der USA

  • Tesla: 49,8 % Umsatz in der USA

  • Meta: 40,5 % Umsatz in der USA

  • UnitedHealth: 97 % Umsatz in der USA

  • JP Morgan: 75,2 % Umsatz in der USA

Diese Zahlen verdeutlichen, dass viele der US-Unternehmen in Wirklichkeit einen erheblichen Teil ihrer Umsätze außerhalb der USA generieren. Das zeigt, wie global vernetzt diese Unternehmen sind und wie vielfältig ihre Einnahmequellen sind.


Nur weil ein Unternehmen seinen Sitz in der USA hat, wäre es also falsch anzunehmen, dass dieses Unternehmen auch nur dort aktiv ist.



Fazit: Ein differenzierter Blick als Schlüssel zur Entscheidung

Es ist wichtig, beim Thema USA-Übergewicht im MSCI World einen differenzierten Blick zu wahren. Klar, der hohe Anteil amerikanischer Unternehmen ist offensichtlich, aber er sollte nicht isoliert betrachtet werden. Die Umsatzverteilung der großen Positionen verdeutlicht, dass der Einfluss vieler dieser Unternehmen global ist und ihre Gewinne nicht ausschließlich von der geografischen Lage ihrer Unternehmenssitze abhängen.



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